Durchsicht…

Ich muss mich wirklich entschuldigen. Es ist nun über einen Monat her, dass ich hier etwas gepostet habe. Das darf nicht sein. Doch in diesem Jahr ist es seit September der absolute Wahnsinn! Nicht nur, dass die Zeit nach den Herbstferien ohnehin für Lehrer an einer Schule unfassbar arbeitsintensiv sind – die ganzen Korrekturen rauben Stunde um Stunde – nein, in diesem Jahr kommt noch dazu, dass das Schulhalbjahr in Hessen extrem kurz ist, sich die Arbeit daher zusätzlich verdichtet und dass wir zuhause anbauen und ich ziemlich viel in Eigenleistung mache (was wiederum aufgrund des Jobs, für den 50 Stunden von Montag bis Freitag zur Zeit nicht ausreichen, nur am Wochenende geschehen kann).
Ich habe also kaum noch Zeit für irgendwelche Hobbys – leider auch kaum für die Familie 😦 .
In den letzten 8 Wochen habe ich mir einen Samstagvormittag für die Solmser Fotobörse und einen Freitagabend für ein Treffen mit Leica-Freunden auf dem Marburger Weihnachtsmarkt freigenommen. Ansonsten habe ich die ganzen Wochen regelrecht durchgearbeitet und vom Advent kaum etwas mitbekommen.

Aber auch diese Zeit geht irgendwann vorbei und unser Arbeitsplan ist noch bis zum 23.12. gefüllt, danach ist erst einmal etwas Freizeit über Weihnachten angesagt, bevor es wieder weitergeht mit der Einrichtung der Zimmer.

Wie auch immer, jetzt, kurz vor 9 am Abend, die Korrekturen für heute sind erledigt, möchte ich unbedingt über ein kleines Gadget schreiben, bei dem ich mich frage, warum ich es nicht schon viel länger habe.

Es ist ja bekannt, dass ich völlig begeistert von meiner Nikon Df bin – das bin ich noch immer. Ich finde an dieser Kamera so ziemlich alles fantastisch, auch den Sucher, den ich von Anfang an als angenehm groß empfand. Kürzlich jedoch stolperte ich über diesen Artikel: Nikon DK-17M Review und war überrascht wie begeistert dort über dieses Vergrößerugsokular geschrieben wird. Also habe ich es mir bestellt.

 

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Es fällt kaum auf, dass ein Vergrößerungsokular an der Nikon steckt.

 

Nachdem es geliefert wurde und ich an die Df geschraubt hatte, wollte ich zunächst meinen Augen nicht trauen. Ich montierte es wieder ab, das normale Okular und dann den DK-17M wieder an. Es war wahr! Das ohnehin schon große Sucherbild der Df wird nochmals deutlich vergrößert, ohne jedoch etwas abzuschneiden. Ganz großartig – vor allem für mich als Fan der „manuellen“ Nikkore!

 

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Der Effekt lässt sich eigentlich nur richtig erkennen, wenn man durch den Sucher schaut, doch diese Fotos, die ich durch den Sucher mit der kleinen Leica C-Lux 2 gemacht habe, geben einen ersten Eindruck von der Veränderung.

 

Der DK-17M bleibt nun definitiv an der Nikon Df! Das originale Okular wird nur noch als Ersatz aufgehoben.

Es wird ja bald kälter…

… daher hat meine M8 ein kleines „Mäntelchen“ bekommen. 😉

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Jetzt mag so mancher denken, dass braun und schwarz nicht so recht zusammen passen, doch ich stehe auf diese klassische Combo aus dunkelbraunem Leder und einer schwarzen Kamera. Das Half-case passt auch ziemlich gut zum Barton1972-Gurt, den ich seit einiger Zeit an der M8 habe.

Die Kamera steht nun ein wenig höher, da das Half-case einen zusätzlichen Boden hat, der äußerst robust wirkt. Die M8 steht damit sicher auf jeder ebenen Fläche und der Bodendeckel der Kamera wird gleichzeitig geschützt. Mit gefällt’s! 🙂

Alltagsgegenstände in der Fototasche?

Wenn man durch einen Infekt ans Haus gebunden ist, surft man mehr im Internet herum als es gut für einen ist. Oft findet man dabei Angebote, die überaus verlockend für den „Klick-Finger“ sind. 😉
Manchmal stolpert man auch über Seiten und Texte, die interessant zu lesen sind und einen zum Nachdenken anregen.

Neulich fand ich diesen Text: 15 Everyday Items That Belong in Your Camera Bag.
Auch, wenn jene 15 Dinge sicher nicht in meiner Tasche zu finden sind und auch, wenn es keine 15 „Everyday Items“ sind, die da beschrieben werden, sondern nur 8, so hat es mich dennoch angespornt, einmal darüber zu sinnieren, was ich denn so an „Alltagsgegenständen“ normalerweise in meiner Tasche habe. Es geht mir dabei nicht um Speicherkarten oder Ersatzbatterien, die ich immer dabei habe oder um Filter, Mikrofasertücher usw., die ich manchmal mitnehme, sondern um kleine Dinge, die sich als nützlich erwiesen haben:

  1. Ein kleines Taschenmesser. Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich schon dankbar darüber war, solch ein kleines Messerchen in der Tasche gehabt zu haben. Das ist m.E. ein absolutes Muss.
  2. Eine kleine Taschenlampe. Das ist auch ein sehr nützliches Extra, ganz gleich, ob man auf einer Foto-Börse durch ein Objektiv schauen will oder ob man für eine spontane Makroaufnahme etwas zusätzliches Licht benötigt.
  3. Etwas Klebeband. Lomographen haben immer schwarzes Iso-Band dabei, doch auch für „normale“ Fotografen kann das mal sehr nützlich werden.
  4. Ein paar Büroklammer. Die wiegen nichts, nehmen keinen Platz weg, sind jedoch sehr vielseitig anwendbar. Ich habe schon Rucksackgurte damit geflickt. 😉
  5. Ein Kugelschreiber/Bleistift und ein kleiner Notizblock. Warum das nützlich ist, versteht sich von selbst.
  6. Eine Plastiktüte. Falls es mal feuchter wird, kann man sie gut nutzen, um sich im Falle eines Falles draufzusetzen oder -knien. Zur Not taugt sie auch als Regenschutz.
  7. Papiertaschentücher und zwar nicht nur in der Schnupfenzeit.

Diese Dinge habe ich nicht immer und in jeder Tasche, doch ich sollte mir das angewöhnen.

Mich würde jetzt wirklich interessieren, was Sie so an alltäglichen Dingen in der Kamera-Tasche haben. Ich freue mich auf Ihre Kommentare…

Macht ein guter Monitor Sinn?

Viele fragen sich ja, ob es denn wirklich der bessere aber leider auch teurerer Monitor sein muss oder ob nicht doch das billigere Modell reicht. Ganz ehrlich? Das fragt man sich genau so lange, bis man einmal vor einem richtig guten Monitor gesessen und damit gearbeitet hat.
Ich hatte in den letzten Wochen die Gelegenheit, einen EIZO CS2420 auszuprobieren – und wahrhaftig, das ist ein gewaltiger Unterschied. „Klar“, höre ich nun jeden rufen,“ein EIZO ist ja auch der Mercedes unter den Monitoren – toll aber eben auch unbezahlbar“. Nun, den CS2420 gibt es für unter €700,-. Gewiss, immer noch eine Menge Geld, doch für einen EIZO eigentlich recht günstig und mal im Ernst, wieviel Sinn macht es, ein Kamera-Set für €3000,- und einen Bildbearbeitungs-Rechner für €1500,- zu kaufen und dann das Bild auf einem €150,- Monitor zu betrachten und nachzubearbeiten?

Verglichen habe ich den EIZO mit meinem (zugegebenermaßen schon etwas älteren) „Hanns G“, der aber zu seiner Zeit recht gut für die Bildbearbeitung geeignet schien. Ich selbst nutze ja für meine EBV kaum externe Monitore. Ich weiß, ich weiß, sollte ich, doch ich bearbeite meine Fotos sehr oft unterwegs, mal hier mal da, so dass ich bei meinen Notebooks stets darauf achte, dass sie ein sehr gutes Display haben. Damit komme ich wunderbar klar. Und dennoch: der Unterschied hat mich echt mit offenem Mund vor dem EIZO sitzen lassen. Echt schade, dass ich ihn nun wieder zurück schicken muss, denn ich glaube, ich habe ihn noch gar nicht in all seinen Facetten und Möglichkeiten kennen gelernt.

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EBV mit einem zusätzlichen, externen Monitor ist schon cool. Die Kombi aus Lightroom und Photoshop geht einem deutlich flüssiger von der Hand.

Hier ein paar technische Daten zum CS2420:

  • Auflösung  von 1.920 x 1.200 als 24″-Display
  • Hardware-kalibrierbar
  • schnelles IPS-Panel mit LED Hintergrundbeleuchtung
  • Farbraum 99 % Adobe RGB, toll für Fotografen!
  • Display nicht spiegelnd
  • 10-bit Farbdarstellung (über Displayport oder HDMI), 8bit bei DVI
  • große Blickwinkelstabilität
  • Kontrastumfang von 1.000:1
  • Reaktionszeit von 15ms (also auch für Spiele geeignet)
  • USB 3.0 HUB mit 3 Ports

Ohne jetzt wirklich ein Monitor-Experte zu sein, muss ich sagen, dass mich dieser EISO komplett begeistert hat! Die Bildqualität gehört zum besten, was ich bisher gesehen habe. Die Farbdarstellung ist bemerkenswert, manch eine Farbe entdeckt man geradezu wieder neu! Die Auflösung ist meines Erachtens für die Größe perfekt gewählt. Die Bedienung geht leicht von der Hand und ist überaus schlüssig und somit nachvollziehbar.

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Hmmm… für so eine Auflösung, müsste ich das Layout meines Blogs wohl mal neu gestalten. 😉

Ich konnte wahrlich keine Nachteile für denjenigen entdecken, der einen Monitor für die Bildbearbeitung sucht. OK, Gamer müssen separate Lautsprecher nutzen (denn der EIZO hat keine integrierten) und vielleicht wäre bei knappp €700,- auch eine Sichtblende, die vor seitlichem Lichteinfall schützt, drin. Aber dennoch, hier steht mein Urteil fest:

sehr empfehlenswert!

Vielen Dank an EIZO, die mir diesen Test ermöglichten. Nur blöd, dass ihr ihn wieder zurück haben wollt. 😉

 

Der Elch-Gurt…

Lange habe ich gezögert. Auch den begeisterten Berichten vom Taschen- und „Gurtfreak“ Jörg Langer oder von Herbert Piel über den Gurt aus Elchleder konnte ich tapfer widerstehen.
Doch schließlich bin ich doch schwach geworden. Mein Freund Jörg, eben dieser Gurtfreak vom digitalen-augenblick.de, hat mir zu einem Traum von einem Kameragurt verholfen.

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Die etwas breitere Version des Eddycam-Gurtes in schwarz macht sich hervorragend an meiner ebenfalls schwarzen Df – und ja, Jörg, „das Leder ist geil“ aber sowas von! 😉

 

Eine Kamera-Tasche im „Zeitungs-Design“…

Kamerataschen sind inzwischen nicht mehr nur zweckmäßig, sondern sowohl haptisch als auch optisch oft ein Genuss. Hier hatte ich ja bereits einmal eine Tasche beschrieben, auf die das zutrifft. Leider sind solche Exemplare in der Regel ziemlich teuer, was nicht nur am ausgeklügelten Entwurf, sondern auch am besonderen Material liegt – und daran, dass sie häufig in Handarbeit gefertigt werden.

Seit Ende der Woche habe ich nun eine Tasche zuhause liegen, die ein außergewöhnliches Design mit hoher Zweckmäßigkeit, angenehmer Haptik und zusätzlich noch der Gewissheit um eine Herstellung in Handarbeit verbindet und das zu einem überaus bezahlbaren Preis!

Vor etwa einem Monat hatte ich hier im Blog über meine neue Entdeckung eines Kameragurtes mit einem besonderen Aussehen berichtet, dem Kamera-Gurt im „Zeitungs-Design“ von Lieschenradieschen. PresseNun, das klingt zunächst einmal nicht nach einem Hersteller von Foto-Zubehör, ist es auch nicht – zumindest nicht hauptsächlich. Hinter dem Namen „Lieschenradieschen“ steckt Luise, eine junge Studentin aus Baden-Würtemberg, die ihr Hobby etwas „ausgeweitet“ hat. Luise ist überaus geschickt mit der Nähmaschine und stellt allerlei Produkte in Manufaktur-Qualität her. Es mag noch immer nicht ersichtlich sein, was dies nun mit einer neuen Kameratasche zu tun hat, aber ich denke, wir nähern uns gedanklich schon an.

Bei Lieschenradieschen gibt es nämlich nicht nur Kamera-Gurte, sondern auch Kamera-Taschen und zwar in recht ausgefallenen Designs. Als ich dann mit Luise in (einen überaus netten) Kontakt getreten bin, versprach sie mir, eine Kamera-Tasche passend zu meinem „Zeitungs“-Gurt zu schneidern, in schwarz und mit der Deckklappe mit Zeitungs-Motiv. Wow! Eine Einzelbestellung nach Kundenwunsch. Wo gibt es denn sowas noch?

Und nun ist sie hier, also die Tasche, nicht die Luise. 😉

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Und ich muss sagen, die Tasche ist ebenso fein und sauber genäht wie der Gurt auch. Aber der Reihe nach…

Die Tasche ist 28 x 19,5 x 15 cm groß und bietet TascheZeitung11genug Platz für eine Kamera und drei bis vier Objektive, ohne aber beim Tragen zu ausladend zu wirken. Sie ist aus robustem Möbelstoff und bunt-bedruckten Baumwollstoffen. Der Boden ist aus festem Kunstleder und somit wasserfest und abwaschbar. Abstellknöpfe sind keine vorhanden. Die Tasche ist zusätzlich mit einer Einlage verstärkt, sodass sie auch ohne die herausnehmbare, gepolsterte Innentasche in Form bleibt und anderweitig verwendet werden kann. Dieser gut schützende Kameraeinsatz verfügt über vier variable, durch Klettband haftende Unterteilungen, die ganz beliebig angeordnet werden können.TascheZeitung09 Er wird oben verschlossen und durch einen Tunnelzug zugezogen, was das innen liegende Equipment zusätzlich schützt. Man darf zwar nicht von einer echten Wetterfestigkeit ausgehen, aber im Nieselregen würde ich mir keine großen Sorgen machen.

TascheZeitung08Der Gurt ist verstellbar und lässt sich auf eine Maximallänge von 125 cm erweitern, was für einen Menschen meiner Größe („einsachtzig“) ausreicht. Ich habe mich anfangs ein wenig gefragt, ob der Gurt fest genug an der Tasche angenäht ist, denn er wird nicht – wie bei manch anderer HeavyDuty-Tasche um den Boden der Tasche herumgeführt, aber ich denke, dass die Mehrfachnaht durchaus genügend Sicherheit bietet. Man schleppt in dieser Tasche ja auch keine 10 kg an Equipment herum.

Auf der Taschenrückseite befindet sich ein Reißverschlussfach, das für flacheres Zubehör und persönliche Dinge Platz bietet. Ein 7-Zoll-Tablet passt hinein. Seitlich finden sich zusätzliche Einstecktaschen, in denen Filmrollen, Ersatzakkus, Speicherkarten-Boxen oder sogar ein kleines Objektiv mitgenommen werden können.

Die Taschenklappe wird durch zwei Metalldruckknöpfe verschlossen. TascheZeitung10Dafür gäbe es womöglich noch bessere Lösungen. Ich mag ja diese besonderen Verschlusse der Dothebag Mono sehr. Doch die sind vermutlich um einiges teurer und schwieriger zu bekommen. Die verwendeten Druckknöpfe gehören aber zu den Praktischeren ihrer Art, denn sich lassen sich mit genau dem richtigen Kraftaufwand öffnen und schließen, so dass sie einerseits einhändiges geöffnet werden können, andererseits ein versehentliches Öffnen nicht befürchtet werden muss. Gut!

Das Besondere an der Tasche ist und bleibt aber ihr außergewöhnliches Design:

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Diese Kombination aus Gurt und Tasche hat was, oder?

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Und hier wird wohl kaum jemand eine Fotoausrüstung in der Tasche vermuten – auch ein für viele wichtiger Aspekt!
Nun noch ein paar weitere Eindrücke:

Ich bin ja eh ein wenig „kamerataschenverrückt“, aber ich muss sagen: ich glaube, ich habe mich ein wenig verliebt. 😉

Wenn ich aus heutiger Sicht urteilen sollte, würde ich der Tasche ein

sehr empfehlenswert

geben. Gerade für die kompakteren Systemkameras ist sie sehr gut geeignet. Doch auch eine Nikon Df passt hinein, da die Tasche dick und hoch genug ist. Wenn ich am 09. Mai zum Leica-Hessenpark-Treffen fahre, wird die Tasche auch mal einem echten Praxis-Test unterzogen. Dann werde ich wieder berichten. 🙂

Tragehilfen…

Wer Kameras hat, der erkennt schnell, dass er auch so einiges an Zubehör braucht haben möchte. Streulichtblenden für die Objektive, die ohne geliefert werden, Blitzlicht, diverse Grau-, Pol- oder Verlaufs-Filter, Kamerataschen und Kameragurte in den unterschiedlichsten Variationen. Filter habe ich zur Genüge (demnächst folgt noch ein Artikel darüber), Streulichtblenden auch – die kaufe ich meistens bei meinem Lieblingshändler auf der Solmser Fotobörse. Blitzgeräte brauche ich nicht oft. Daher bin ich dahingehend auch gut ausgestattet. Taschen und Gurte hingegen kann man nie genügend haben. Richtig? Bitte jetzt einmal die Hand heben, jeder, der überzeugt ist, nie wieder eine Kameratasche oder einen Kameragurt zu kaufen! Sehen Sie! Niemand! Ich habe zweimal gezählt. 😉 Über Taschen habe ich ja schon mehrfach geschrieben (z.B. hier und hier). Über Gurte auch. Allerdings erst einmal. Da muss ich also nochmal ran. Bitte sehr… Von der Firma Barton1972, deren Leder-Gurte ich so mag, habe ich neben dem „Composer“ in der limitierten „Re-Pro“-Variante auch den „Green Mamba„: Barton72GMDieser Gurt gefällt mir außerordentlich gut. Ich mag grünes Leder sehr. An meiner M8 habe ich auch einen originalen Leica Ledergurt in „Racing Green“. Die Barton-Gurte sind erstklassig verarbeitet und strahlen eine derart hohe Zuverlässigkeit aus, dass ich den „Mamba“ sehr lange als Gurt für meine Nikon Df genutzt habe. Er hat nur einen kleinen Nachteil: im Gegensatz zur „limited edition“ des „Composers“ ist der Mamba relativ steif. Das stört mich weniger, wenn ich den Gurt trage, schon aber ein wenig, wenn ich die Kamera in eine Tasche stecke. Also machte ich mich auf die Suche nach schönen Stoff-Gurten. Am besten welche, die irgendwie „besonders“ sind. Ja, ja, ich weiß, ich muss aufpassen, mich nicht zum Hipster zu entwickeln, doch keine Angst, ich trage weder Bart noch Hut und meine Kleidung ist auch nicht „hipster-mäßig“. Der erste Gurt, den ich wirklich witzig (im positiven Sinne) fand, war ein HongKong-Farbstreifengurt, den ich vor allem deshalb ausprobierte, weil er auf Amazon überaus günstig ist. Da wäre nicht viel verloren gewesen. Funkynon   Aber ich muss sagen, der Gurt ist überraschend gut verarbeitet und passt hervorragend zu meinen 70er-Jahre SLRs. Er hat allerdings keine Gummierung, so dass man etwas aufpassen muss, dass einem die Kamera nicht von der Schulter rutscht. Außerdem ist der Gurt mit ca. 90 cm insgesamt etwas kurz. Für sehr große Menschen ist er daher weniger geeignet. Mir („Einsachtzig“) passt er gerade so. Ohne, dass ich weiterhin auf der Suche war geschah es dann wie so oft: man stolpert über etwas, was aufmerksam werden lässt. Diesmal auf Facebook. Bei einem Posting von „Lieschenradieschen“ blieb ich hängen. Handgenähte Taschen und Gurte. Sowas finde ich schon toll. Im Lieschenradieschen-Shop (der Name deutet allerdings bereits die kreativ-bunten Designs an) fand ich dann einen Gurt, der mir richtig gut gefällt: Presse Ist das nicht cool? Die Verarbeitung ist hervorragend, echte Handarbeit eben. Ein Gummierung ist zwar auch nicht vorhanden, doch das würde das Design auch stören. Und dieser Gurt ist auch lang genug. Ohne die Länge komplett auszunutzen kann ich ihn bequem schräg über der Schulter tragen. Einzig die Qualität der Einfädel- und Halteplastikspangen (wie nennt man denn sowas?) könnte etwas besser sein. Doch ich befürchte nicht, dass sie sich von alleine lösen. Als Stoffgurt ist er biegsam und lässt sich in der Tasche gut in Form „knautschen“. Dennoch ist er fest genug, um seine Form zu halten. Viele der Gurte sind Einzelstücke, man muss sich also beeilen, wenn man einen haben möchte, zumal sie wirklich preiswert sind. (Ich habe mir übrigens eben gerade noch einen anderen bestellt.) Wer also einen Kameragurt in einem ausgefallenen Design sucht, der sollte unbedingt einmal bei Lieschenradieschen vorbei schauen!