Ein wunderbarer Tag bei Leica

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Am vorgestrigen Samstag hatte ich die Gelegenheit bei und mit Leica die Eröffnung des neuen Abschnittes des Leitz-Parks zu feiern. Einer Einladung sei Dank konnte ich mich anmelden und mich für diverse Vorträge eintragen.

Zunächst musste man sich registrieren und bekam ein Gummiarmband, mit dem man dann Zugang zu den einzelnen Veranstaltungen bekam. Gleichzeitig wurde einem das persönliche Programm ausgedruckt und auf den Veranstaltungsflyer geklebt. Das war schon richtig professionell.

Nach der Begrüßung durch Andreas Kaufmann und Udo Zell, den Chef der Leica Akademie, stellten einige Verantwortliche die weltweiten Zweigstellen der Akademie vor: Singapur, Australien, USA etc.

Der erste Vortrag, zu dem ich ging, war „Right Beside You“ von Julia Bauer, die uns erläuterte, wie man das „extraordinary“ im „ordinary“ sehen kann.

Nach einem kurzen Lunch aus dem Smoker – Leica hatte auf einer Art Piazza für Angebote zum Essen und Trinken gesorgt – hörte ich mir die souveräne Präsentation des neuen Buches „Museum Leica“ von meinem Leica-Historica-Freund Lars Netopil an. Dieses Buch ist faszinierend und umwerfen schön zu gleich. Das wird wohl bald in mein Regal wandern. 😉

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Danke an Leica-Freund David Pitzer für das Foto. 🙂

Anschließend ging ich zu Stefan Rosenboooms „Dort wo das Sehen so spannend ist“. Ein Vortrag mit unglaublich schönen Fotos seiner Reisen und Akademie-Kurse, bevor uns Peter Karbe, Chef der Objektivkonstruktion bei Leica, an seiner Kompetenz zum Thema „Objektive für kompakte Systemkameras“ teilhaben ließ und historisch wie aktuell hochinteressante Bereiche ansprach.

Inzwischen war es Nachmittag und so langsam ließ die Konzentration nach, so dass ich mir nicht sicher war, ob ich auch noch zum letzten Vortrag gehen sollte. Zum Glück habe ich mich aufgerafft! Ich hätte ein Highlight verpasst: Craig Semetko sprach über „die Macht des Zufalls“, wobei diese deutsche Übersetzung nicht die Vieldeutigkeit des Begriffes „Serendipity“ wiedergibt, um den Semetko seine hervorragende Präsentation aufbaute. Wunderbare Fotos kombinierte er mit einem fantastischen Talent, Geschichten zu erzählen und Pointen in perfektem Timing zu setzen. Man merkt sofort, dass er in seinem Vor-Fotografen-Leben Comedy-Autor war. Unterhaltsam und erleuchtend!

Danach hatte ich etwas mehr Zeit mich mit befreundeten und bekannten Leica-Fotografen zusammen zu setzen. Der soziale Aspekt ist auf solch einem Event enorm wichtig. Wir hatte eine wunderbare Zeit mit interessanten Gesprächen und befreiendem Lachen.

Gegen 20 Uhr versammelten sich diejenigen, die noch durchgehalten haben, im Festzelt und warteten auf das von Leica angekündigte Überraschungskonzert. Ein Salzburger Blechbläser-Quartett namens „Blechlust“ eröffnete den musikalischen Teil, bevor als Höhepunkt der Jazz-Trompeter Till Brönner, einer der Weltbesten seiner Zunft, auf der Bühne für uns sein unglaubliches Talent und Können zeigte. Ergänzt wurde dies durch ein Duett aus den USA und einen virtuosen Geiger. Ein tolles Erlebnis!

Müde aber hochzufrieden und mit der angenehmen Gewissheit im Bauch, dass es immer wieder schön ist, seine Leica-Freunde zu treffen und Zeit mit ihnen zu verbringen, fuhr ich nachts nach Hause. Ich hätte mir durchaus vorstellen können, noch ein paar weitere Freunde dort zu treffen – doch wenn sie in Sachen Oldtimer, Nordsee-Lauf oder Norwegen-Roadtrip unterwegs sind, dann können sie eben nicht nach Wetzlar kommen. Nicht wahr, Olaf, Dirk und Jörg? 😉

 

Ein Fest(ungs)-Tag mit Meyer-Optik

Oh weh! Schon wieder so ein Wortspiel. Wieso nur? Na, weil ich eben so bin. 😉

Gestern verbrachte ich den Tag auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz auf Einladung von Meyer-Optik Görlitz. Für mich war es ein „Fest-Tag“, denn es war nicht nur der erste komplett freie Tag, den ich seit Wochen hatte, ich durfte auch mit so ziemlich all den lieferbaren Objektiven von Meyer-Optik spielen – und ein tolles Modell hatten sie auch noch organisiert. Doch Schritt für Schritt…

Nachdem wir, ein kleiner Kreis von Fotografen, eingetrudelt waren wurde zunächst der Tag bei einer Tasse Kaffee besprochen. Benedikt Hartmann von Meyer-Optik informierte und kurz und kurzweilig über die Geschichte der Objektive – im Gegensatz zu den oft von vielen in Foren geargwohnten Bedenken auch sehr offen.
Den Vormittag verbrachten wir damit, die Objektive aus dem Peli-Case zu nehmen und auszuprobieren, um herauszufinden, welches „unser“ Objektiv für den Nachmittag werden sollte. Ich adaptierte die Objektiv-Typen an meine Sony A7II und konzentrierte mich in erster Linie auf diejenigen, die ich noch nicht kannte.

 

Besonders gespannt war ich auf den Prototypen des APO-Makro-Plasmat 105, den Benedikt auch dabei hatte. Meine Wahl für den Nachmittag fiel auf diesen Prototypen und auf das Nocturnus 0.95/50 III.
Nach dem organisierten Mittagessen verlegten wir die Location etwas weiter und Benedikt überraschte uns mit einem Profi-Modell, von dem wir Portraits fotografieren durften. Da die Gruppe sich nicht nur sehr gut verstand sondern auch familiär-klein war, artete das auch nicht in ein „Rudel-Schießen“ aus, im Gegenteil, es ermöglichte uns individuell mit der zauberhaften und durch und durch professionellen Yaiza Hofmann zu arbeiten. „Arbeiten“? Nein, das war das reinste Vergnügen. Die Chemie stimmte und das Wetter bot uns tolle Möglichkeiten.

Hier eine kleine Auswahl der Ergebnisse:

Alle Fotos sind nur „quick’n’dirty“ bearbeitet, ich wollte ja herauskitzeln, was mit den Objektiven so möglich ist und wo die Besonderheiten der Linsen liegen.

Benedikt, Yaiza, das hat einen Riesenspaß mit euch gemacht. Danke!!

Das „Leica-Feeling“…

Gibt es das wirklich? Und wenn ja, wie kann man es erreichen? Nur durch eine Leica?
Was ist das überhaupt, dieser Halb-Anglizismus?

Ich lese immer wieder, es sei rein psychologisch bedingt:

  • man weiß, dass man eine sehr teure Kamera in der Hand hält,
  • man kennt die Legenden und die Historie der Marke,
  • und das unverkennbare rote Logo tut ein Übriges.

Es mag sein, dass dies eine Rolle spielt doch auch, wenn manche es Einbildung nennen, ich glaube in der Tat, dass es soetwas wie ein „Leica-Feeling“ gibt.

Es ist, meines Erachtens, eine Mischung aus einer extrem guter Verarbeitung hochwertiger Materialien und einem Bedienkonzept, dass auf das Wesentliche konzentriert über Jahrzehnte dem Fotografen in die Hand entwickelt wurde.

Wenn man eine Leica in der Hand hält, dann spürt man es. Da können Kritiker sagen, was sie wollen. Je hochklassiger die Kamera ist, desto stärker kommt dieses Gefühl. Die kleinen digitalen Kompaktkameras vermitteln es nicht wirklich; die Klasse der D-Lux oder der APS-Digitalen (TL, CL) schon ziemlich gut. Wer eine „Q“ hat, der weiß, wovon ich schreibe und die „M“ ist die Krönung dieses Gefühls.

 

Jetzt hat nicht jeder das Budget, um sich eine M leisten zu können. Auch ich spare über längere Zeit oder verkaufe gleich mehrere Dinge aus meiner Sammlung, wenn ich in solche preislichen Sphären dringe. Daher möchte ich hier einmal die Frage stellen, ob man auch mit einer anderen Kamera das „Leica-Feeling“ erreichen oder sich zumindest daran annähern kann.

Seit einiger Zeit gibt es, insbesondere von Fuji, Kameras, die das Leica-Aussehen kopieren, ein „Leica-Mimikri“ sozusagen. Tatsächlich, diese Kameras sind hübsch, sehr hübsch sogar und zudem sind sie auch noch sehr gut. Sie fühlen sich wertig an, lassen sich angenehm bedienen und produzieren ausgezeichnete fotografische Ergebnisse.

Die Fuji X-E2 ist ein Beispiel:

Sie macht auch neben einer M eine wirklich gute Figur. Die Ähnlichkeit des Konzeptes ist unverkennbar.

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Die X-E1, X-E3, X-Pro1 und X-Pro2 sind Geschwister der Fuji-Familie, die in genau diese Kategorie der leicaähnlichen APS-Kameras mit Wechselobjektiven fallen. Die X-E1 habe ich nicht mehr, mit der X-Pro1 habe ich nur einmal kurz fotografieren können und die X-Pro2 und die X-E3 hatte ich nur einmal kurz in der Hand. Daher basiert mein Urteil auf der X-E2.
Wie seiht es denn nun aus? Vermittelt diese Fuji „das“ Gefühl?

Ja, durchaus. Sie geht aber nicht den ganzen Weg. Auch, wenn sie so aussieht und sich sehr gut anfühlt, es fehlt doch noch ein kleines Stückchen. Vor allem aber ist es keine echte Messsucherkamera. Sie versucht zwar, diese faszinierende Art der Fotografie zu simulieren und das macht sie gut, doch es bleibt immer nur eine Simulation. Daher…

Leica-Feeling-Faktor „Fuji X-E2“: 3/5

Kommen wir zu anderen Kameras.

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Hintere Reihe v.l.n.r.; Leica D-LUX (109), Leica M6, Fuji X100. Vordere Reihe v.l.n.r. Leica M8, Leica M (240)

Die „kleine“ Leica: D-LUX (109). Diese Kamera mit µ4/3-Sensor und fest eingebautem Objektiv (24-75mm KB-Äquiv.) ist eine unglaublich universale Kamera. Sie kann eigentlich alles, und das ziemlich gut. Sie hat aber auch keinen Messsucher, sondern einen EVF (wie die Fuji X-E) und kann – aufgrund ihrere Vielseitigkeit – die Reduktion auf das Wesentliche gar nicht erreichen. Tolle Kamera, aber…

Leica-Feeling-Faktor „Leica D-LUX“: 2/5

Kommen wir nun zur Fuji X100. Ja, ich habe noch das „Ur-Modell“. Inzwischen gibt es ja vier oder fünf (habe da den Überblick verloren) neuere Generationen, doch es handelt sich dabei „nur“ um Verbesserungen. Sicher, die neuesten Modelle sind schneller, besser bei hohen ISOs usw., doch am Grundkonzept hat sich eigentlich nichts geändert. Es handelt sich um eine APS-Kamera mit fest eingebautem Objektiv (2.0/23, also ein 35mm Äquivalent) und dem Aussehen einer klassischen Messucher-Kamera. Ich muss ja zugeben, die X100 ist wunderschön! Da haben die Designer von Fuji alles richtig gemacht. Sie ist sehr gut verarbeitet, fühlt sich toll an und was dazu kommt ist, wie bei den X-Pro-Modellen, der optische Sucher oder besser der „Hybrid-Sucher“, denn man kann bei dieser Kamera zwischen einem optischen und einem elektronischen hin- und herschalten – eine fabelhafte Sache.
Heißt das nun, dass die X100 volle Punktzahl auf der Leica-Feeling-Scala? Nein. Denn auch wenn der Sucher wirklich begeistern kann, es ist doch kein echter Messucher. Daher gibt es einen kleinen Abzug.

Leica-Feeling-Faktor „Fuji X100“: 4/5

Was bleibt von den Kameras auf dem Bild, sind meine „Ms“: die M6, die M8 und die M(240). Vermitteln die denn nun das „Leica-Feeling“? Ja, und zwar jede einzelne davon, denn auf sie trifft genau das zu, was ich eingangs beschrieben habe. Jedesmal, wenn ich eine dieser Kameras in die Hand nehme, kommt augenblicklich dieses einzigartige Gefühl von Wertigkeit und der Vorahnung, dass ich mich als Fotograf auch etwas anstrengen muss, denn die Kamera nimmt mir nicht alles ab. Das gehört auch dazu.

Leica-Feeling-Faktor „Leica M6, M8, M“: 5/5

Und weiter? Was ist mit Olympus, Pansonic und Sony?
Nun, nach meinen Erfahrungen komme da Olympus und Panasonic noch am ehesten heran. Die PEN F würde wohl, ähnlich wie die Fuji X-E, 3/5 erreichen. Panosonic vermutlich folgt ganz knapp dahinter. Einen Boost können die µ4/3-Objektive von Leica geben. Damit bewegt es sich dann in Richtung 4/5.
Und Sony? Hmmm… So toll ich meine A7II auch finde, die Fotos sind umwerfend gut, was das Leica-Feeling angeht, erreicht sie nur eine 1/5. Sorry, Sony. Eure Kameras sind toll, doch sie sind durch und durch elektronische Geräte ohne „Seele“. Womöglich sind sie einfach zu gut. 😉

Vielleicht mögen Sie fragen, was mit der Epson R-D1 ist? Das ist ja auch eine echte digitale Messsucherkamera. Nun, ich kann mir vorstellen, dass sie sehr hoch auf der Scala anzusiedeln ist, doch bedauerlicherweise habe ich noch nie mit einer fotografieren können. Also, wenn Sie eine haben, dann schicken Sie sie mir doch einmal für drei Wochen zu. Ich würde sie liebend gerne ausprobieren und ich verschicke sie auch gut versichert wieder zurück. 🙂

P.S.: Gibt es auch bei DSLRs ein „Leica-Feeling“? Ich würde sagen, am ehesten bei Nikon, dicht gefolgt von Pentax und dann mit Abstand Canon. Eine EOS ist einfach zu modern.

 

 

Ein Sonntag bei den Mercs…

Meine Aktivitäten bei und für die Marburg Mercenaries weiten sich aus. Je mehr ich vom Verein kennenlerne, umso mehr begeistert mich die familiäre Atmosphäre dort. Es macht einen Riesenspaß, Zeit mit und bei den Jungs und Mädels zu verbringen. Und so freue ich mich auf jedes Heimspiel. Wenn es dann noch ein so unfassbar spannendes Spiel wird, wie diesen Sonntag gegen die Munich Cowboys und die Mercenaries 10 Sekunden (!) vor Schluss den entscheidenden Touchdown schaffen, dann hat es sich umso mehr gelohnt.

Richtig toll ist, dass ich nun auch einen Pass als Fotograf bekommen habe und mich so frei in der Teamzone und an der Sideline bewegen darf. Das empfinde ich als große Ehre, denn das bekommen wirklich nur wenige.

Allerdings mache ich keine Telefotos vom Spielgeschehen, dafür gibt es ein paar richtig talentierte Jungs. Mein Metier ist eher die Reportage um das Spiel herum. Was passiert an der Sideline? Das ist meine Art der Fotografie. Ich bin kein klassischer Sportfotograf – in diese Richtung habe ich auch nie meine Ausrüstung ausgebaut. Portraits der Spieler, der Coaches und der fleißigen Helfer in den für sie typischen Situationen. Das sind „meine“ Motive.

Ich freue mich dann, wenn ich den Mercs damit eine Freude machen kann. 🙂

Im Laufe der Zeit…

… sammelt sich ja so einiges an.

Wie treue Leser dieses Blogs sicher mitbekommen haben, schlägt eines meiner fotografischen Herzen für Leica. Die besondere Ausstrahlung dieser Kameras und Objektive, die technische Perfektion und die ganz spezielle Art des Fotografierens mit einer Messsucher-Kamer faszinieren mich.

Nein, ich wollte nicht alles mit einer „M“ fotografieren – wenn ich beispielsweise auf dem Fußballplatz stehe und Szenen aus dem Spiel des Teams meines Sohnes fotografiere, dan freue ich mich über ein langes Tele und eine flotte Spiegelreflex-Kamera.
Doch außer Sport, Makro und Safari 😉 lässt sich mit einer M so ziemlich alles aufnehmen: Landschaft, Street, People, Konzerte, Dokumentationen und Reportagen…

Jetzt haben die Leicas, bei aller Begeisterung, einen großen „Nachteil“ – den Preis. Als Lehrer und Dozent verdient man zwar nicht so schlecht, doch der monatliche Eingang spielt nicht wirklich in der Leica-Liga, vor allem nicht, wenn man noch für Haus, Versicherungen, Autos und Familie aufkommen muss. 😉 Sie kennen das.

Also bleibt einem meist nur, nach guten Angeboten auf dem Gebrauchtmarkt die Augen offen zu halten und nur ganz gelegentlich neue Sachen anzuschaffen. Außerdem darf man durchaus nach „Fremdmarken“ Ausschau halten, besonders dann, wenn es eine bestimmte Art von Objektiv von Leica gar nicht gibt bzw. einem der ganz besondere Charakter eines bestimmten Objektivs eines anderen Herstellers sehr gut gefällt.
Daher besteht auch mein „M-Set“ nur zum Teil aus Leica-Objektiven und verteilt sich wie folgt:

MSET

5 Objektive von Leitz/Leica: Elmarit-M 2.8/21, Summitar 2/5cm, Summicron-M 2/50 (IV), Elmarit-M 2.8/90 und Summicron-M 2/90. (Das Hektor 4.5/135 habe ich hier nicht mitgezählt, weil irgendetwas damit nicht in Ordnung ist.)

4 Objektive von Voigtländer: Heliar 5.6/10, Heliar 4.5/15, Ultron 2/28 und Heliar 2.5/75.

sowie jeweils 1 Objektiv von Nikon (Nikkor 3.5/135), Jupiter (-12 2.8/35), Schacht Ulm (Travegon 3.5/35) und 7artisans (1.1/50). (Ja, ich habe auch noch 3 Jupiter-8 2/50, doch die fokussiern nicht exakt an einer M).

So dass sich die Brennweiten lesen: 10, 15, 21, 28, 35, 50, 75, 90, 135 (drei davon mehrfach besetzt).  Das ganze nutze ich an meiner M6, meiner M8 und meiner Sony A7II (in Ermangelung einer digitalen „Vollformat“-M – siehe oben.)

Man sieht, mit ein wenig Geduld und ein paar Kenntnissen über gebrauchte Objektive lässt sich eine respektable Sammlung zusammen stellen, die kaum mehr Wünsche offen lässt.

Welche Objektive würde ich besonders hervorheben? Sieben davon.

  1. Das Voigtländer 5.6/10. Der Bildwinkel ist extrem. Die Vignettierug auch. Allerdings ist die Verzeichnung unglaublich gering für ein derartiges Superweitwinkel.
  2. Das Voigtländer Ultron 2/28. Weil es an meiner M8 das wohl meist genutzte Objektiv ist.
  3. Das Schacht Ulm Travegon 3.5/35. Und zwar die seltene Version für Leica M mit Messsucher-Kopplung. Diese „Vintage“-Linse hat einen ganz besonderen Charme. Leider ist die Verarbeitung nicht auf Leica oder Voigtländer-Niveau.
  4. Das Leica Summicron-M 2/50 (IV). Ich mag alles daran. Ein Objektiv ohne echte Schwächen und mit einem fabelhaften Charakter.
  5. Das 7artisans 1.1/50. Einfach unfassbar, was man damit für diesen Preis bekommt. Man muss allerdings mit dieser Lichtstärke umgehen können. Top verarbeitet ist es auch.
  6. Das Voigtländer 2.5/75. Ein tolles kurzes Tele. Scharf und dennoch angenehm im Bokeh.
  7. Das Leica Summicron-M 2/90. Mein Portrait-Traum! Einige werfen dieser Vor-Apsh. Version vor, nicht scharf abbilden zu können. Stimmt nicht. Wenn es richtig fokussiert ist, ist es definitiv scharf genug und es ist für Portraits einfach zauberhaft.
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Ist das nicht scharf genug? Summicron 90 @ Leica M8

 

Huch! Das Industar-22 3.5/50 habe ich ja ganz vergessen zu erwähnen… 😉

Neues von Meyer…

Inzwischen habe ich wirklich gute Kontakte zu Meyer Optik Görlitz. So manches mal bin ich deshalb schon angefeindet worden. Ganz ehrlich? Das ist mir sowas von egal. Wer sich über Geschäftsideen und -modelle aufregt ohne sie hinterfragt und ohne mit den Menschen dahinter gesprochen zu haben, dem muss ich meine Aufmerksamkeit nicht leihen.

Man muss MOG nicht gut finden, man darf sie selbstverständlich auch kritisieren, die Macher von MOG sind sich selbst absolut bewusst, wo sie Fehler begangen haben. Doch einfach alles über einen Kamm zu scheren, was sie machen, ist weder fair noch klug.

Es gibt Objektive von MOG, von denen bin ich kein großer Fan. Es gibt aber auch welche, die finde ich ganz fantastisch. Darüber habe ich schon mehrfach berichtet.

Was ich aber ganz außergewöhnlich finde ist der Mut, die „Chuzpe“ von MOG, immer wieder neue Wege zu gehen und spannende Projekte zu starten.

So zum Beispiel jetzt: zwei hochlichtstarke Objektive für Leica M.

Nocturnus 0,95/75
Nocturnus 0.95/50

Das sind brandneue, exklusive Bilder. RetroCamera zeigt sie als eine der ersten Websites überhaupt. Bitte sehr, nichts zu danken. 😉