Ein Sonntag bei den Mercs…

Meine Aktivitäten bei und für die Marburg Mercenaries weiten sich aus. Je mehr ich vom Verein kennenlerne, umso mehr begeistert mich die familiäre Atmosphäre dort. Es macht einen Riesenspaß, Zeit mit und bei den Jungs und Mädels zu verbringen. Und so freue ich mich auf jedes Heimspiel. Wenn es dann noch ein so unfassbar spannendes Spiel wird, wie diesen Sonntag gegen die Munich Cowboys und die Mercenaries 10 Sekunden (!) vor Schluss den entscheidenden Touchdown schaffen, dann hat es sich umso mehr gelohnt.

Richtig toll ist, dass ich nun auch einen Pass als Fotograf bekommen habe und mich so frei in der Teamzone und an der Sideline bewegen darf. Das empfinde ich als große Ehre, denn das bekommen wirklich nur wenige.

Allerdings mache ich keine Telefotos vom Spielgeschehen, dafür gibt es ein paar richtig talentierte Jungs. Mein Metier ist eher die Reportage um das Spiel herum. Was passiert an der Sideline? Das ist meine Art der Fotografie. Ich bin kein klassischer Sportfotograf – in diese Richtung habe ich auch nie meine Ausrüstung ausgebaut. Portraits der Spieler, der Coaches und der fleißigen Helfer in den für sie typischen Situationen. Das sind „meine“ Motive.

Ich freue mich dann, wenn ich den Mercs damit eine Freude machen kann. 🙂

Im Laufe der Zeit…

… sammelt sich ja so einiges an.

Wie treue Leser dieses Blogs sicher mitbekommen haben, schlägt eines meiner fotografischen Herzen für Leica. Die besondere Ausstrahlung dieser Kameras und Objektive, die technische Perfektion und die ganz spezielle Art des Fotografierens mit einer Messsucher-Kamer faszinieren mich.

Nein, ich wollte nicht alles mit einer „M“ fotografieren – wenn ich beispielsweise auf dem Fußballplatz stehe und Szenen aus dem Spiel des Teams meines Sohnes fotografiere, dan freue ich mich über ein langes Tele und eine flotte Spiegelreflex-Kamera.
Doch außer Sport, Makro und Safari 😉 lässt sich mit einer M so ziemlich alles aufnehmen: Landschaft, Street, People, Konzerte, Dokumentationen und Reportagen…

Jetzt haben die Leicas, bei aller Begeisterung, einen großen „Nachteil“ – den Preis. Als Lehrer und Dozent verdient man zwar nicht so schlecht, doch der monatliche Eingang spielt nicht wirklich in der Leica-Liga, vor allem nicht, wenn man noch für Haus, Versicherungen, Autos und Familie aufkommen muss. 😉 Sie kennen das.

Also bleibt einem meist nur, nach guten Angeboten auf dem Gebrauchtmarkt die Augen offen zu halten und nur ganz gelegentlich neue Sachen anzuschaffen. Außerdem darf man durchaus nach „Fremdmarken“ Ausschau halten, besonders dann, wenn es eine bestimmte Art von Objektiv von Leica gar nicht gibt bzw. einem der ganz besondere Charakter eines bestimmten Objektivs eines anderen Herstellers sehr gut gefällt.
Daher besteht auch mein „M-Set“ nur zum Teil aus Leica-Objektiven und verteilt sich wie folgt:

MSET

5 Objektive von Leitz/Leica: Elmarit-M 2.8/21, Summitar 2/5cm, Summicron-M 2/50 (IV), Elmarit-M 2.8/90 und Summicron-M 2/90. (Das Hektor 4.5/135 habe ich hier nicht mitgezählt, weil irgendetwas damit nicht in Ordnung ist.)

4 Objektive von Voigtländer: Heliar 5.6/10, Heliar 4.5/15, Ultron 2/28 und Heliar 2.5/75.

sowie jeweils 1 Objektiv von Nikon (Nikkor 3.5/135), Jupiter (-12 2.8/35), Schacht Ulm (Travegon 3.5/35) und 7artisans (1.1/50). (Ja, ich habe auch noch 3 Jupiter-8 2/50, doch die fokussiern nicht exakt an einer M).

So dass sich die Brennweiten lesen: 10, 15, 21, 28, 35, 50, 75, 90, 135 (drei davon mehrfach besetzt).  Das ganze nutze ich an meiner M6, meiner M8 und meiner Sony A7II (in Ermangelung einer digitalen „Vollformat“-M – siehe oben.)

Man sieht, mit ein wenig Geduld und ein paar Kenntnissen über gebrauchte Objektive lässt sich eine respektable Sammlung zusammen stellen, die kaum mehr Wünsche offen lässt.

Welche Objektive würde ich besonders hervorheben? Sieben davon.

  1. Das Voigtländer 5.6/10. Der Bildwinkel ist extrem. Die Vignettierug auch. Allerdings ist die Verzeichnung unglaublich gering für ein derartiges Superweitwinkel.
  2. Das Voigtländer Ultron 2/28. Weil es an meiner M8 das wohl meist genutzte Objektiv ist.
  3. Das Schacht Ulm Travegon 3.5/35. Und zwar die seltene Version für Leica M mit Messsucher-Kopplung. Diese „Vintage“-Linse hat einen ganz besonderen Charme. Leider ist die Verarbeitung nicht auf Leica oder Voigtländer-Niveau.
  4. Das Leica Summicron-M 2/50 (IV). Ich mag alles daran. Ein Objektiv ohne echte Schwächen und mit einem fabelhaften Charakter.
  5. Das 7artisans 1.1/50. Einfach unfassbar, was man damit für diesen Preis bekommt. Man muss allerdings mit dieser Lichtstärke umgehen können. Top verarbeitet ist es auch.
  6. Das Voigtländer 2.5/75. Ein tolles kurzes Tele. Scharf und dennoch angenehm im Bokeh.
  7. Das Leica Summicron-M 2/90. Mein Portrait-Traum! Einige werfen dieser Vor-Apsh. Version vor, nicht scharf abbilden zu können. Stimmt nicht. Wenn es richtig fokussiert ist, ist es definitiv scharf genug und es ist für Portraits einfach zauberhaft.
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Ist das nicht scharf genug? Summicron 90 @ Leica M8

 

Huch! Das Industar-22 3.5/50 habe ich ja ganz vergessen zu erwähnen… 😉

Neues von Meyer…

Inzwischen habe ich wirklich gute Kontakte zu Meyer Optik Görlitz. So manches mal bin ich deshalb schon angefeindet worden. Ganz ehrlich? Das ist mir sowas von egal. Wer sich über Geschäftsideen und -modelle aufregt ohne sie hinterfragt und ohne mit den Menschen dahinter gesprochen zu haben, dem muss ich meine Aufmerksamkeit nicht leihen.

Man muss MOG nicht gut finden, man darf sie selbstverständlich auch kritisieren, die Macher von MOG sind sich selbst absolut bewusst, wo sie Fehler begangen haben. Doch einfach alles über einen Kamm zu scheren, was sie machen, ist weder fair noch klug.

Es gibt Objektive von MOG, von denen bin ich kein großer Fan. Es gibt aber auch welche, die finde ich ganz fantastisch. Darüber habe ich schon mehrfach berichtet.

Was ich aber ganz außergewöhnlich finde ist der Mut, die „Chuzpe“ von MOG, immer wieder neue Wege zu gehen und spannende Projekte zu starten.

So zum Beispiel jetzt: zwei hochlichtstarke Objektive für Leica M.

Nocturnus 0,95/75
Nocturnus 0.95/50

Das sind brandneue, exklusive Bilder. RetroCamera zeigt sie als eine der ersten Websites überhaupt. Bitte sehr, nichts zu danken. 😉

Endlich mal wieder…

… in Sachen „Foto“ unterwegs. 🙂

Nachdem ich vor 10 Tagen schon zum Leica Historica Wochenende konnte, hatte ich vorgestern die Chance, die Marburg Mercenaries zu fotografieren. Wie schon im letzten Jahr standen Spielerportraits auf dem Plan. Jetzt können sich die Fans auf der Website ein Bild machen, wie die Spieler ohne Helm aussehen. 😉
Zusätzlich habe ich aber auch ein bisschen um das erste Heimspiel herum fotografiert. Während des Spiels habe ich lieber zugeschaut. Es ist viel zu spannend, um da mit der Kamera herumzulaufen und entscheidende Szenen festzuhalten. Da bin ich froh, dass ich Fan bin und nicht der lokale Pressefotograf, der „liefern“ muss. 😉

Mercenaries

Das Spiel, das „wir“ 33:7 gegen die Kirchdorf Wildcats gewonnen haben, war ein fantastischer Einstieg in die Saison, auf die ich mich riesig freue. Doch was noch mehr zählt ist, dass die Jungs im Team und alle Menschen, die gewissermaßen „drumherum“ dazu gehören, einfach spitze sind! Es wirkt wie eine große Familie, die Stimmung ist großartig und das überträgt sich auf die Fans, die zum ersten Heimspiel in beachtlicher Zahl erschienen waren – über 1400 Zuschauer versammelten sich im Marburger Georg-Gassmann-Stadion! Alle kommen zusammen, um eine Party zu feiern. Wobei es – im Gegensatz zum Fußball – keine Hooligans und dergleichen gibt. Man ist gut gelaunt und erfreut sich am faszinierenden Sport. So soll es sein.

Wer Interesse hat, mal zu einem Spiel zu kommen, es gibt noch einige Möglichkeiten:
GAMEDAY

 

 

 

Es ist nicht zu fassen…

Seit fast 1 1/2 Monaten kein Blog-Artikel mehr. Es ist aber auch wirklich der reinste Wahnsinn, was bei mir beruflich gerade so abläuft. Ich kenne es ja, dass es viele Phasen gibt, in denen mein Job, oder besser meine Jobs (Schule, Uni, Lehrbuch) hochintensiv sind, aber sowas wie in den letzten beiden Monaten habe ich selten erlebt. Und das geht noch den ganzen Mai über so weiter…

Besonders bedauerlich ist es, weil ich so einges zu berichten hätte! Ein paar neue, spannende Sachen sind bei mir eingezogen, das Leica Historica Frühjahrstreffen (inkl. der Solmser Börse) hat stattgefunden, ich war mit der Familie ein paar Tage nach Ostern in London … aber zu mehr als für Instagram hat es einfach nicht gereicht.

Daher an dieser Stelle nochmal mein Instagam-Acount. (Darf gerne „gefollowed“ werden.)
Und hoffentlich bald wieder mehr hier im Blog…

 

Schon wieder…

Schon wieder seit drei Wochen kein Blog-Artikel. Tut mir aufrichtig leid.
Schon wieder liegt es an der Arbeitsbelastung, die mein Beruf in vielen Phasen mit sich bringt. Ich will hier nicht jammern. Ich liebe meinen Job. Ist halt leider nur so, dass er mir oft nicht die Zeit für’s Hobby lässt, die ich gerne dafür hätte.
OK, wenn ein grippaler Infekt der ganzen Kernfamilie dazu kommt, hilft das auch nicht wirklich weiter. 😉 Aber zumindest das ist inzwischen vorbei.

Jetzt heißt es nach vorne schauen, der Frühling wird irgendwann da sein und mit ihm längeres Tageslicht. Da schlagen die Fotografenherzen höher.

Es steht einiges an – und ich habe einiges nachzuholen. Über mehrere neue kleine „Items“ muss ich berichten, eigentlich auch über die eine oder andere Software und bzgl. Leica wird es in diesem Frühjahr und Sommer auch wieder spannend. Man sieht, meine Themen gehen mir gewiss nicht aus.

So, und damit dies nicht nur ein Text wird, hier schonmal ein Foto, das ich kürzlich im St. Georgs Dom zu Limburg gemacht habe:

 

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Sony A7II & Voigtländer 5.6/10 (im Handy Q’n’D bearbeitet).