Zwei neue „Projekte“…

  1. „Alltags“-Kamera

Eine Kamera soll mich in den nächsten Wochen regelmäßig begleiten: die Mamiya NC1000S.

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Diese wunderschöne Kamera, gebaut Ende der 70er, muss noch ein bisschen entstaubt werden und wird dann immer wieder mitgenommen. Neue Batterien und ein Film sind schon drin. 😉

Eine tolle Seite über die NC1000S finden Sie >> hier <<.

 

2. Weitwinkel für die M

Ein neues Projekt, auf das ich mich auch sehr freue ist das HandeVision Iberit 2.4/24 für Leica M.

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Hochspannend, wie ich finde. Ein (relativ) preisgünstiges, aber ziemlich schwer zu findendes 24er für die Leica M. Es ist kaum etwas im Web darüber zu finden. Die großartige Seite Qimago hat einen interessanten Artikel darüber veröffentlicht und der Sony Alpha Blog beschreibt die Version für Sony FE. Sonst ist „Ebbe“. Vielleicht kann ich ja bald etwas beitragen…

High-End der 80er und 90er

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(v.l.n.r.: Canon F-1, Leica R7, Nikon F3)

Was ist das Schöne an der rasanten Entwicklung der digitalen Fotografie? Nicht nur die neue und besondere „convenience“, sofort hochwertige Fotos zu haben, sondern auch, dass analoge High-End-Kameras der 80er und 90er Jahre für Normalsterbliche zu haben sind. (Wobei ich die R7 auf den Fotos von meinem Sohn ausgeliehen habe, denn die hat er von seinem Taufpaten geschenkt bekommen! Warum habe ich so einen Taufpaten nicht gehabt? Immerhin hat er das Objektiv, ein 28-70, dafür von mir bekommen.)

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Jede dieser Kameras macht einen Heidenspaß – auch heute noch.

Weitere Infos hier:

Canon F-1Leica R7Nikon F3

Wildlife mit Marc Stickler

Am Samstag konnte ich einen wunderbaren Tag mit meiner Tochter bei Leica verbringen. Solche Vater-Tochter-Tage sind mir (ebenso wie Vater-Sohn-Tage) sehr wichtig. Diesmal war es sogar möglich, diesen Tag mit dem Hobby zu verbinden, da Leica Sportoptik zu einem Vortrag von Naturfotograf Marc Stickler eingeladen hatte.

Ein sehr guter Freund kam auch noch dazu, so dass es nur noch ein richtig guter Tag werden konnte.

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Marc ist nicht nur ein toller Fotograf, sondern auch ein klasse Typ und äußerst sympathisch. Im Anschluss an den sehr unterhaltsamen und kurzweiligen Vortrag im Leica Store (Danke auch an Benedikt Hartmann für die Orga!), signierte Marc einen Kalender mit einer Auswahl seiner schönsten Fotos. Meine Tochter, durch und durch Tierfreund, war völlig begeistert.

Dass sie sogar eine Leica Sofort vom Store ausleihen durfte und damit den Tag für ihr Album dokumentierte, war natürlich das i-Tüpfelchen. (Auch hier ein Danke, Benedikt!)

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Wie man sieht, war das Wetter nicht auf unserer Seite, doch davon ließen wir uns die gute Laune nicht verderben.

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Denn auch bei Nebel kann man fotografieren. 😉

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Was der Leica Store Wetzlar da aufzieht, geht genau in die richtige Richtung. Ich freue mich auf mehr Besuche dort. (Bitte aber nicht alle am Freitagnachmittag. Das ist für Berufstätige beinahe unmöglich.)

Diese Fotos hier auf der Seite sind übrigens alle (auch die Innenaufnahme) mit dem C.P. Goerz Citograph 35 an der Leica M(240) entstanden. (Benedikt, du erinnerst dich?)

 

P.S.: Der Tag war so schön, dass wir uns auch durch eine Autopanne mit kochendem Kühlwasser auf dem Rückweg und Abschleppaktion durch den ADAC (Danke an diese „gelben Engel“, die auch am Wochenende helfen!) nicht runterziehen ließen.

 

Bilder mit der Nikon Z6

Im Nachgang zum Treffen am Freitag möchte ich nun noch ein paar Schnappschüsse zeigen, die ich mit Jörgs Nikon Z6 gemacht habe und die er mir nun zugeschickt hat.

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Die „Steampunkt“-Combo Leitz Focotar 4.5/50 an Leica M240. Aufgenommen mit dem 1.8/50 an der Z6.

Die folgenden beiden Fotos wurden aufgenommen mit dem Sigma ART 1.8/135 an der Z6, aus der Hand und bei „Bar“-Licht im Restaurant.

 

Ebenso wie dieses Foto, das ich – um die Struktur etwas zu betonen in S/W konvertiert habe:

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Wenn man daraus einen Crop anschaut, ist das schon ziemlich beeindruckend:

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Das ist beinahe ein Makro. 😉

Manche Tage sind einfach schön…

Meist haben solche Tage etwas mit der Familie zu tun. Manchmal aber ist aber auch ein Tag toll, den man nicht mit der Familie sondern mit Freunden und dem Hobby verbringt. Doch von Anfang an…

Nachdem wir – eigentlich seit November – wirklich mieses Wetter (3° bis 9°, bewölkt und nieselig oder Regen) hatten, war heute wunderschönes Wetter: es hatte leicht geschneit und die Sonne schien den ganzen Tag. Endlich. Da geht man viel lieber aus dem Haus.
Wenn man dann auch noch nachmittags zu einem spannenden Vortrag zu Leica darf, dann kann schon nicht mehr viel schief gehen.

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Benedikt Hartmann. Aufgenommen mit einem Leitz Varob 3.5/50 an der Sony A7II.

Benedikt Hartmann, Store-Manager im Leica Store Wetzlar, der viele gute Ideen in ein neues Konzept einbringt – das wird was, Benedikt, weiter so! – hatte zu einem Vortrag von Hans-Günter Kisselbach geladen, der uns in die Welt von Barnacks erster Leica führte. Kisselbach hat ein Buch über das Handmuster der ersten Leica-Kamera geschrieben und uns nicht nur von der hochinteressanten Technik erzählt, sondern auch – und das war besonders beeindruckend – Fotos gezeigt, die er mit dieser beinahe 100 Jahre alten Kamera gemacht hat. Diese Fotos sind in normalgroßen Prints nicht von welchen mit einer modernen Kamera aufgenommenen zu unterscheiden. Dies zeigt vor allem die herausragende Leistung des Anastigmaten von Berek, dem Objektiv, das in der Kamera verbaut ist.


Nach dem Vortrag unterhielten wir uns mit Hans-Günter (ich kenne ihn über Leica Historica) und fachsimpelten noch ein wenig weiter.

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In der Mitte Jörg Langer und Hans-Günther Kisselbach im Gespräch. (Aufgenommen mit einem Leitz Focotar 4.5/50 an Leica M240)
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Martin Wagner spielt mit Licht (Leitz Focotar 4.5/50 an Leica M240)

Ein wunderbarer Nebeneffekt an solchen Veranstaltungen bei Leica in Wetzlar ist, dass man immer Freunde und Bekannte trifft und sich auch schon deshalb jedes Mal darauf freut.

Den Abschluss machte ein gemeinsamer Kaffee mit meinem langjährigen Freund Jörg und meinem Foto-Kumpel Karsten in der Weinwirtschaft (im Ernst Leitz Hotel).

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Aufgenommen mit dem Leitz Varob 3.5/50 an der Sony A7II.

Wenn so Fotoverrückte wie wir zusammen sitzen, gibt es immer wieder Neues zu sehen. So durfte ich Jörgs neue Nikon Z6 mit dem 1.8/50 und einem 1.8/135 ausprobieren. WOW! Ein Wahnsinns-Kamera und zwei umwerfend gute Objektive!

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Aufgenommen mit einem Gnome 3.5/50 an der Olympus PEN E-P3.
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Foto: Holger Daberkow

 

Und, ach ja, wenn man bei Leica ist, trifft man eigentlich immer interessante Menschen…  😉

Für zwischendurch…

… gibt es heute mal ein paar Links:

 

Guter Text über Bokeh (und dass das gar nicht – wie oft behauptet – so von der Form der Blendenöffnung und der Anzahl der Lamellen abhängt. Ich hab’s ja schon immer gesagt..)

Kleine Abhandlung über Sonnar-Rechnungen.

Extrem umfangreiche Sammlung an Objektivbeschreibungen. (Sowas wollte ich ja auch schon immer mal machen. Doch dafür fehlt mir echt die Zeit.)

 

Vorsätze?

Klar, jeder macht sich Gedanken über Vorsätze für’s neue Jahr. Und fast niemand hält sich daran. Dennoch macht es Sinn, sein Verhalten einmal zu überdenken – sollte man nur öfters machen.

Ich? Ich will muss weniger Süßkram essen (nach den Advents- und Weihnachtszuckerorgien ist das dringend nötig!) und deutlich mehr Sport treiben. Wäre ja nicht so schwierig umzusetzen, vor allem, da ich weiß, wie gut mir das tut. Alles eine Frage des Willens. Beruflich komme ich klar, meist finde ich einen Weg, den Stress und die viele Arbeit zu organisieren. Mehr Zeit für Familie und Freunde ist auch immer eine gute Idee – aber die Familie kommt nicht zu kurz, darauf achte ich sehr. Meine Freunde könnte ich durchaus öfters treffen.

Und fotografisch? Ich würde gerne etwas tiefer einsteigen in die Portraitfotografie. Es macht mir einfach am meisten Spaß, Menschen zu fotografieren. Leider sind das oft Bilder, die ich hier im Blog nicht zeigen kann, denn das mache ich nur mit ausdrücklicher Zustimmung der/des Portraitierten. Außerdem habe ich mir vorgenommen, mal wieder verstärkt ein paar „Altglas“-Objektive vorzustellen. Ich habe eine Menge davon und inzwischen nur noch exzellente oder welche mit besonderem Charakter. Über 250 habe ich ausprobiert und die spannendsten hier behalten.
Da ich nicht nur in einigen Foren zum Thema „Altglas“ aktiv bin (dort treffen sich meist diejenigen, die das schon seit Jahren machen und große Kompetenz mitbringen, im Digicamclub zum Beispiel findet man immer jemanden, der einem gut und richtig so ziemlich jede Frage zu diesem Thema beantworten kann), sondern auch in einigen Facebook-Gruppen, bekomme ich mehr und mehr den Eindruck, dass es mal nötig ist, etwas fundierter über alte Objektive zu schreiben. Denn was in diesen Facebook-Gruppen manchmal für ein Stuss (sorry!) geschrieben wird, lässt mich oft nur kopfschüttelnd vor dem Bildschirm sitzen. Klingt jetzt ziemlich arrogant, ich weiß. Aber ganz ehrlich? Ich adaptiere nun schon seit fast 15 Jahren alte Objektive an neue Kameras und habe richtig viel Erfahrung darin, da kann ich fast nicht mehr ruhig bleiben, wenn einem Einsteiger auf eine einfach Frage eine völlig falsche Antwort gegeben wird, meist von jemanden, der sich für einen Experten hält, weil er vor einem halben Jahr angefangen hat und schon 10 unterschiedliche Objektive ausprobiert hat.
Jeder hat einmal angefangen, ich auch. Doch man sollte sich mit Tipps und Ratschlägen besser zurückhalten, wenn man nicht wirklich etwas darüber weiß. Oder, wie Dieter Nuhr es einmal formuliert hat: „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten.“ 😉

Hui, das waren aber harsche Worte zum Jahresabschluss. Sorry. Sind mir seit einigen Tagen durch den Kopf gegangen.

OK, nun was Versöhnliches: Wir haben das Glück, in einem Land zu leben, das uns Freiheit und Wohlstand ermöglicht und die Gelegenheit, unsere Zeit mit einem ganz fabelhaften Hobby zu verbringen. Dafür bin ich dankbar, sehr sogar. Vor allem, wenn man nicht gänzlich blind durch den Tag geht und mitbekommt, was alles in der Welt so geschieht. Für mich war 2018 ein ziemlich gutes Jahr, global war es eher grottig. Immer mehr dämlich-nationalistische Politiker können ebenso beängstigen wie ignorante, religiöse Fanatiker. Ich hoffe inständig, dass die „guten Mächte“ das Ganze in den Griff kriegen und wir noch viele Jahre lange so dankbar sein dürfen.

Alles Gute für 2019!