Tape-Trick

Erinnern Sie sich? Zum völlig spontanen Treffen mit meinem Kumpel Jörg bei Leica am Karfreitag, hatte ich nicht nur ein paar echt hochwertige Kameras dabei, sondern auch – natürlich – eine „Toycamera“, meine Agfa Isoly (in die ich mich so richtig ein bisschen verkuckt habe, doch dazu später mehr).

Das Besondere an der Kamera an diesem Tag war, dass ich das Bildfenster innen in der Kamera am Rande mit teiltransparentem Scotch-Tape abgeklebt habe, um eine Art „Rahmeneffekt“ direkt auf die Negative des abgelaufenen Kodak Portra 160 zu zaubern.

isolymaske

Inzwischen sind die Bilder zurück und ich habe heute eingescannt. Also ich finde, es ist richtig gut geworden!

Danach hatte ich ein paar Bilder von meinen Kindern gemacht, unter anderem eine Doppelbelichtung (was mit der Isoly sehr leicht ist) von Blumen in einem kleinen Teich und meiner Tochter. Und von diesem Bild bin ich regelrecht begeistert:

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Es sieht ein bisschen so aus, als würde mein Töchterchen eine Tanzball-Maske tragen, nicht wahr?

Es ist schon toll, was man alles mit dieser einfachen, alten Kamera so anstellen kann. Sie ist mir echt ans Herz gewachsen.

Übrigens, heute ist bei mir die nächste „Toycamera“ angekommen, eine Certo Certina (mehr Infos hier…) und der erste Film ist bereits geladen. Da bin ich auch gespannt.

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Es scheint, mich hat das Toycamera-Fieber gepackt. Danke, Dennis! Danke, Kai!  😉

 

Toycameras im Norden, Teil 3

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Diesmal geht es um die Diana Deluxe (hinten links).

Die Fotos aus der Diana Deluxe sind zurück! Damit kann ich die Serie „Toycameras im Norden“ mit dem dritten und letzen Teil abschließen. Keine Angst, es kommen noch ein paar Atikel zu Toycameras, sobald die Experimental-Filme entwickelt sind. 😉

Der erste Teil zeigte die Fotos aus der Lomo, der zweite Teil die aus der Agfa Isoly und hier sind nun die Bilder aus der Diana:

Ich stehe ja auf ausgediente und abgelegte landwirtschaftliche Geräte. Ob das wohl daran liegt, dass ich „auf’m Urt“ (= in einem Dorf) groß geworden bin? ;=

Hmmm… Ich muss sagen, bis auf ein paar Lichteinfälle in den Ecken, kommen mir die Bilder aus der Diana Deluxe gar nicht so Toycamera-mäßig vor. Sie sind scharf, weitgehend sogar über das ganze Bild, zeigen so gut wie keine Vignettierungen und haben aus dem seit über 10 Jahren abgelaufenen Kodak Portra sogar ziemlich „echte“ Farben (wenn auch mir warmer Abstimmung) gekitzelt.

Mir schein, mit der Diana Deluxe lässt beinahe „normal“ fotografieren – ganz ähnlich wie mit der Isoly. Wer also heftige Toycamera-Effekte sucht, der muss zu einer anderen Kamera greifen. Die Holga 120 wäre da so eine Idee. Oder ein bisschen herumspielen, wie das auf den nächsten Filmen zu sehen sein wird. 😉

Ach ja, Doppelbelichtungen sind mit der Deluxe problemlos möglich:

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Ich muss sagen, dieses Foto gefällt mir ausgesprochen gut! Hätte ich öfters machen sollen.

Schon verrückt, was man mit den einfachsten Kameramitteln so zu Stande bringen kann, nicht wahr?

Nicht falsch verstehen – ich bin heilfroh, dass ich meine M8, M6, D-Lux, A7II, Df, F3, E-P3 (und wie sie alle heißen) habe und Top-Qualität erreichen kann, wenn ich denn möchte. Aber darauf kommt es mir meist gar nicht an, sondern eher darauf, Spaß zu haben. Und das geht mit Toycameras ganz hervorragend. „Nomen est omen“, sozusagen.

Toycameras im Norden, Teil 2

 

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Die Agfa Isoly ist hier hinten rechts im Bild.

 

Der Film, den ich in der Agfa Isoly fotografiert habe, ist zurück. Es ist ein im Jahr 2006 abgelaufener Kodak Portra 160 („frisch“ einer meiner Lieblingsfilme!), von dem ich keine Ahnung habe, wie und wo er über die Jahre gelagert wurde. Kurz: ein Film, wunderbar für eine Toycamera. 😉

Ich bin, mal wieder, ziemlich angetan von der kleinen Isoly. Die Bilder vom Nord-Ostsee-Kanal und aus dem Freilichtmuseum Molfsee (bei Kiel), wenn auch weit weg von „perfekt“, haben alle einen gewissen Charme. Und dafür, dass diese Rolle seit über 11 Jahren „drüber“ ist, sieht das doch wirklich nicht schlecht aus.

Was allerdings hier passiert ist…

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… kann ich echt nicht sagen. 🙂

Die Fotos aus der Lomo sind hier zu sehen und auf die Fotos aus der Diana warte ich noch. Da kommt also noch was in „Teil 3″…

 

Toycameras im Norden, Teil 1

Ich fotografiere ja nicht nur mit hochwertigen Sonys oder Nikons – oder mit Leicas – nein, ich fotografiere genauso mit Kameras, die nur ein paar Euro gekostet haben. Diese „Toycameras“, wie z.B. meine Diana Deluxe oder meine Agfa Isoly, machen eine Menge Spaß, man weiß nie so zu 100% was am Ende dabei herauskommt und sie bieten sich sehr gut für Experimente an.

Anfang April waren wir mal wieder für ein paar Tage in Norddeutschland und diesmal hatte ich außer meiner 109er vor allem ein paar dieser Toykameras mit, in die ich abgelaufenen Filme geladen hatte – auf dass es einen oder mehrere Überraschungseffekte gebe!

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Für die Rollfilme aus der Diana und der Isoly braucht das Partnerlabor von dm immer gut zwei Wochen, da muss ich also noch ein wenig warten, aber den Kleinbildfilm, der in der Lomo LaSardina steckte, konnte ich heute bereits abholen.

Diese kleine Kamera bietet ein starkes Weitwinkel-Objektiv und Knipsspaß statt hoher Bildqualität. Die Belichtungsparameter sind weitgehend festgelegt, so dass die Korrekturen im Labor erfolgen müssen. 😉 Da dort in den Großlaboren aber ohnehin alles automatisch geht, darf man auf die Belichtungstoleranz von Farbnegativfilm vertrauen. Dias würde ich damit eher nicht empfehlen.

Die kleine LaSardina ist wirklich spaßig, wenn man sich erst einmal an sie gewöhnt hat. Die Parallaxe bei näheren Aufnahmen komplett auszugleichen ist durch den extrem kleinen und ungenauen Sucher so gut wie unmöglich, doch das gehört dazu.

Zwei Fotos vom Strand in Eckernförde:

Das finde ich gar nicht übel!

Udn auch die Bilder, die ich im herrlichen Freilichtmuesum Molfsee gemacht habe, gefallen mir irgendwie. Man darf sie natürlich nicht mit objektiven Bewertungskriterien messen, doch sie fangen recht gut spontan eine Stimmung ein, die man an diesem Ort und zu dieser Zeit hatte:

Verzeichnungen, abgeschnittene Teile sowie Schleier und Abzeichnungen durch Einstrahlungen der Sonne sind selbstverständlicher Teil dieser Art der Fotografie. Ich versuche sogar gezielt, die Sonne schräg ins Objektiv scheinen zu lassen, um Flares zu erzeugen.

Nächste Woche um die gleiche Zeit habe ich vielleicht schon die Bilder aus der Diana und der Isoly zurück. Darauf freue ich mich auch!

 

Es gibt nicht viele Freunde…

…mit denen man sowas machen kann!

Als ich heute am Karfreitag um 6:45 Uhr aufwachte, früher als geplant, aber ausgeschlafen und runter ging, um mir einen Kaffee zu machen – ich wollte unsere Kinder abholen, die ein paar Tage bei ihrer Oma Ferien gemacht hatten – und das sonnige Wetter draußen sah, kam mir der Gedanke, einen Zwischenstopp bei Leica in Wetzlar einzulegen (liegt gewissermaßen auf dem Weg). Von diesem Gedanken war der Weg zur Idee nicht mehr weit, meinen Freund und Foto-Kumpel Jörg per WhatsApp eine Nachricht zu schicken, ob er nicht völlig spontan Lust auf ein Treffen hat.

screenshJetzt mal ehrlich, wer kann sofort und ohne lange zu überlegen einen Menschen nennen, der auf so eine verrückte Idee am Karfreitagmorgen (!) nur antwortet: „Ja. Wann?“ Dafür mag ich ihn so! 😉
Danke für deine Spontanität, danke für deine Freundschaft!

Also habe ich meine Kameratasche gepackt, zwei Thermostassen mit Kaffee befüllt – als erfahrener Leitz-Park-Besucher wusste ich, dass das Café Leitz an Feiertagen geschlossen ist – und los ging’s.

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(C) Jörg Langer

Nun, Leser, die diesem Blog schon länger folgen, wissen, dass sich ein Treffen mit dem Taschenfreak Jörg nicht nur auf angenehme Gespräche beschränkt. Mindestens einer von uns beiden hat mindestens ein neues „Spielzeug“ dabei, das er dem anderen zeigen will. Meist aber beide. 😉 So auch heute.
Mehrere Leicas, diesmal vor allem ältere digitale Modelle, eine Minolta SR7 mit dem wunderbaren 1.4/58 und eine Agfa Isoly (die ich im Moment als Toycamera liebend gerne nutze und mit der ich heute ein Experiment gemacht habe, dazu später mehr) lagen dort auf der Granitsitzgelegenheit.

So ähnlich sieht es fast immer aus, wenn wir irgendwo einfallen.

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(C) Jörg Langer

Jörg, auch Stativfreak, hatte ein ganz besonderes Gimmick dabei: einen DJI Osmo Gimbal. Faszinierendes Teil, das wir bei Sonnenschein im Leitz-Park ein wenig ausprobiert haben.

Natürlich habe ich das super Wetter auch genutzt, um ein wenig mit dem Leica Fisheye Elmarit-R 2.8/16 an der Leica Digilux 3 zu fotografieren, da ich mal sehen wollte, wie sich dieses Kleinbild-Fisheye als Weitwinkel am 4/3-Sensor nutzen lässt. Antwort: sehr gut!

Ein Fisheye-Effekt ist kaum zu sehen, da man ja ohnehin nur ein zentrales Viertel des Bildes nutzt. Es lässt sich zudem mit wenigen Klicks der letzte Rest der Fisheye-Verzerrung entfernen, wobei man natürlich etwas an Bildinformation und Bildwinkel verliert:

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Auch meine Digilux 1 mit „Franken-Akku“ wollte ich kurz ausprobieren:

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Klappt in der Tat! 🙂

q1Nachdem ich Jörg von dem Gurt vorgeschwärmt hatte, den er mir Anfang März geschenkt hat, musste ich ihm mitsamt Langer-Gurt und meiner Leica D-Lux 109 Modell stehen. Eigentlich stehe ich ja hinter der Kamera – und das Sakko hätte ich auf der Fahrt besser ausgezogen. Außerdem hatte ich doch tatsächlich den Gurt verdreht umgehängt. Nun ja. Es ist jedenfalls ein toller Gurt, der vor allem genau die richtige Länge für mich hat.

Die D-Lux kam naürlich auch zum Einsatz:

Jörg hat auf seinem echt Bookmark-würdigen Blog das Treffen auch beschrieben: „Spontan ist am besten…

Und seit einiger Zeit hat er auch einen Vlog auf Youtube! Unbedingt ansehen und abonnieren!!

Ein mal wieder wunderbarer Vormittag bei tollem Wetter mit einem guten Freund, mit dem ich eines meiner Hobbys teile. Mehr darf man für einen Karfreitag kaum erwarten. Dass dann noch das Essen bei meiner Mutter ganz vorzüglich war, sei hier nur am Rande erwähnt. 😉

Ach ja, ich schrieb oben ja etwas vom Isoly-Experiment. Heute hatte ich einen abgelaufenen Kodak Portra 160 in der Kamera, deren Bildfenster ich zuvor mit teiltransparentem Tape maskiert hatte:

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Auf diese Fotos bin ich sehr gespannt. Leider wird die Entwicklung gut zwei Wochen dauern. Also, Geduld ist angesagt.

Ich wünsche allen „Followern“ frohe Osterfeiertage!